T-Profil

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T-Träger nicht nur für den Geländer- und Fassadenbau

Stahlbauten stellen den Stand der Technik zur schnellen und wirtschaftlichen Errichtung von Gewerbeimmobilien dar. Denn durch eine moderne Bauweise mit rechteckigem Stützenraster lassen sich Hallen und Geschossbauten realisieren, deren Geschossflächen nur von wenigen Stützen unterbrochen werden. Entsprechend geformte und dimensionierte Stahlträger für das Tragwerk zusammen mit Trapezprofilen für Wände und Dächer machen dies möglich. Doch außer an der Gebäudehülle kommen Stahlträger auch beim Bau von Arbeitsbühnen oder Förderanlagen und auf vielen weiteren Anwendungsgebieten zum Einsatz. Stahlprofile gehören zu den Metallhalbzeugen. Sie verfügen über einen über die ganze Länge gleichbleibenden Querschnitt, an dessen Form sich auch ihre Bezeichnung orientiert. So gibt es neben den gängigsten Profilen in I-, H-, U- und T-Form noch viele Sonderformen. Die verschieden geformten Querschnitte der Träger erlauben jeweils den Einsatz desjenigen Trägers, der die vorliegenden Belastungen am besten aufnehmen kann. Ein T-Träger schwarz verfügt über ein Profil, das aus einem Steg und einem Flansch besteht. Der Steg bildet dabei den vertikal ausgerichteten Teil der T-Form, wobei die Flansch- und Stegdicken identisch sind. U- oder H-Träger weisen dagegen zwei Flansche auf, die in paralleler oder geneigter Form ausgeführt sein können. T-Profilstahl wird häufig in der Fassadengestaltung und im Innenbereich für Geländer und Brüstungen eingesetzt. Für die Einfassung von Glas kommen in diesem Bereich U-Profile mit Dichtungen zum Einsatz. Auch für den Regalbau sind T-Stahlträger interessant.

Typen und Querschnitte von T-Trägern

DIN EN 10055 legt die Maße, Grenzabmaße und Formtoleranzen von Stahlträgern mit T Profil schwarz fest. Die Stahlträger sind gleichschenklig, was bedeutet, dass die Maße für Höhe und Breite des Profils identisch sind. Sie verfügen über gerundete Kanten und Übergänge mit einer Neigung von 2°. Im Kurzzeichen für einen gleichschenkligen T-Stahl steht der Kennbuchstabe T für die Profilgeometrie und die nachfolgende Zahl für die Höhe des Profils. Abweichend von der Norm wird auch T-Profilstahl angeboten, bei dem die Maße für Höhe und Breite nicht identisch sind. Diese ungleichschenkligen Träger werden anhand des Verhältnisses der Maße für Höhe und Breite in hochstegige und breitfüßige T-Profile unterteilt. Bei den breitfüßigen Trägern mit der Kurzbezeichnung TB ist die Höhe stets geringer als die Breite. Bei den mit TP bezeichneten hochstegigen Varianten gestaltet sich das Verhältnis umgekehrt. Die Norm sieht für gleichschenklige T-Stahlträger Höhen zwischen 30 und 140 mm vor, wobei Dicken von Steg und Flansch zwischen 4 und 15 mm erreicht werden. Jedoch gibt es auch Stahlträger mit nach unten abweichenden Maßen. So lässt sich für jeden Einsatzzweck und die sich ergebenden Belastungen ein passend dimensionierter T-Stahlträger auswählen.

Normung und Werkstoffe von T-Trägern

Stahlträger mit T-Profil können durch Schrauben oder Schweißen aus Flachstahl gefügt werden. Weiter verbreitet ist jedoch die Fertigung mittels Umformverfahren wie dem Walzen oder dem Strangpressen. Im Stahlbau herrscht der Einsatz von warmgewalzten Profilen aus Baustahl mit dem Kurznamen S235JR+AR (vormals S235JRG2) vor. Die Bezeichnung von Baustählen mit Kurznamen anhand ihrer mechanischen Eigenschaften regelt EN 10025. Durch eine Schmelztauchverzinkung kann die Dauerhaftigkeit der T-Stahlträger aus unlegierten Stählen verbessert werden. Außer den verschiedenen Stahlqualitäten kommen je nach Anwendungszweck noch weitere Werkstoffe für die Herstellung von T-Trägern zum Einsatz. Gegossene Profile aus dem gängigen GG25 verfügen über besonders gute Dämpfungseigenschaften und eine hohe Formsteifigkeit. Sie eignen sich daher beispielsweise für die Verwendung beim Bau von Werkzeugmaschinen. Stranggepresste Aluminiumprofile finden dagegen häufig beim Bau von Lehren und Vorrichtungen Verwendung. Sie können bei geringem Gewicht hohe dynamische Belastungen aufnehmen und lassen sich durch den Einsatz von Verbindungselemente häufig ohne jegliche Bearbeitung fügen. Hier ist die Vielfalt von Sonderprofilen, die von den gängigen Profilen der Stahlträger abweichen, besonders groß.